MODUL: VOGELSTIMMEN

Hier kannst du sehen, welche Vögel heute hier im Wald gesungen oder gerufen haben. Ein kleiner Computer nimmt rund um die Uhr auf, was er über ein Mikrofon hört. Wenn er mindestens zu 80% sicher ist, dass er einen gerade singenden Vogel erkennt, wird die Aufnahme gespeichert und die Abbildung ergänzt. Auf diese Weise wissen wir, wann im Jahr welche Vögel hier sind und auch zu welcher Uhrzeit am Tag sie aktiv sind.

Weiter unten kannst du mehr zu den Aufnahmen und zu einigen hier lebenden Vögeln lernen. Du kannst auch dein Wissen mit einem Memory testen, und gucken ob du schon weißt, wie die Gesänge der Vögel klingen. Viel Vergnügen!

Steckbriefe

Die Amsel

Blitzschnell läuft ein schwarzer Vogel über die Wiese, pickt im Boden herum und fliegt mit einem Regenwurm im Schnabel davon. Solche Szenen lassen sich bei uns fast überall beobachten, denn die Amsel, die in dieser Szene die Hauptrolle spielt, ist bei uns ein weit verbreiteter Vogel.

Aussehen

Die Amselmännchen sind leicht an ihrem schwarzen Gefieder und orangegelben Schnabel zu erkennen. Um die dunklen Augen herum haben sie einen braunen bis orangenen Ring. So sieht bei uns kein anderer Vogel aus. Die Weibchen sind ähnlich groß, haben ein dunkelbraunes Gefieder, eine helle Kehle und einen Schnabel, der braun oder gelb ist.

Lebensweise

Die Amsel war ursprünglich ein Waldvogel, der im dichten Unterholz der Wälder lebt. Heute lebt die Amsel auch in Parks und in der Stadt, am liebsten wenn es Büsche und Sträucher zum Verstecken gibt. Unter oder in den Sträuchern baut die Amsel oft ihr Nest. Das Männchen schlägt mögliche Orte vor, das Weibchen sucht sich einen davon aus und baut dort ein Nest.

Die Amsel isst Würmer, Insekten und Schnecken. Im Herbst kommen Beeren zum Speiseplan dazu. Im Winter isst sie zudem auch Äpfel, oder sogar Brot.

Zudem verlässt die Amsel im Winter oft ihr Revier und fliegt bis zu einen Kilometer, um einen gemeinsamen Schlafplatz mit anderen Amseln zu erreichen.

Die Blaumeise

Die Blaumeise ist oft in Gärten und Siedlungen unterwegs. Sie brütet gern in Nistkästen und besucht im Winter fleißig unsere Futterstellen. Mit ihren knapp zwölf Zentimetern ist sie deutlich kleiner als die Kohlmeise. Trotzdem zeigt sie sich am Futterhaus ziemlich mutig und frech. Manchmal gerät sie dabei auch in kleine Streitigkeiten mit anderen Vögeln.

Die Blaumeise fliegt meist nur kurze Strecken, zum Beispiel von Zweig zu Zweig oder von Baum zu Baum. Mit ihren kurzen, kräftigen Zehen kann sie sich besser als andere Meisenarten an dünne Zweige oder sogar an Blätter hängen und dort nach Futter suchen.

Aussehen

Die Blaumeise hat einen blauen Oberkopf, der von einem weißen Band eingefasst ist. Ein schwarzer Augenstreif zieht sich über ihre weißen Wangen bis zum dunklen Nacken. Ihre Brust ist leuchtend gelb, die Flügel blau und der Körper wirkt grünlich. Diese Farbkombination macht die Blaumeise unverwechselbar. Mit ihrem kleinen, kompakten Körper und dem winzigen Schnabel sieht sie besonders zierlich aus. Männchen und Weibchen ähneln sich sehr, nur die Männchen sind etwas farbkräftiger.

Die Blaumeise ist mit knapp zwölf Zentimetern Körperlänge und etwa 11 g Gewicht deutlich kleiner als die Kohlmeise.

Lebensweise

Im Herbst und Winter sind Blaumeisen oft in Trupps zusammen mit anderen Meisenarten unterwegs. Sie bevorzugen lichte Laubwälder und Auwälder, kommen aber auch in Parkanlagen, Gärten sowie an Baum- und Gebüschstreifen vor.

Als Höhlenbrüter nutzen sie Baumhöhlen, künstliche Nisthilfen und manchmal auch Mauerritzen. Das Weibchen baut das Nest allein. Zuerst legt es die Außenschicht an, hauptsächlich aus Moos und charakteristisch zerbissenen und geknickten Grashalmen. Danach beginnt das Weibchen, das Nest mit Tierhaaren und Federn auszupolstern. Wie bei anderen verwandten Meisenarten brütet bei der Blaumeise nur das Weibchen das Gelege aus. Das Männchen verteidigt das Revier und setzt das Balzfüttern fort. Beide Eltern füttern dann die Jungen.

Die Blaumeise sammelt kleinere Insekten, deren Larven sowie Blatt- und Schildläuse von den Blättern ab. Sie frisst außerdem Knospen und Blüten. Im Winter passen sie sich an und werden zu Körnerfressern. Dann stehen Nüsse, Sonnenblumenkerne, Meisenknödel sowie Äpfel und Beeren auf dem Speiseplan.

Sie bleiben das ganze Jahr über hier und sind daher immer bei uns zu sehen.

Der Buntspecht

Der Buntspecht ist unsere häufigste heimische Spechtart und lebt am liebsten in Laub- und Nadelwäldern. Mit seinem kräftigen Schnabel hackt er in altes und totes Holz, auf der Suche nach Insekten oder zum Bau seiner Höhlen. Jedes Jahr zimmert er neue Höhlen, ein echter Baumeister im Wald!

Davon profitieren viele andere Tiere wie Meisen, Stare, Siebenschläfer, Fledermäuse oder auch Hummeln, die seine verlassenen Höhlen als Nist- oder Unterschlupfplatz nutzen.

Dank seiner starken Beine, spitzen Krallen und dem Stützschwanz ist der Buntspecht perfekt fürs Klettern an Baumstämmen gebaut. Seine lange, klebrige und mit Widerhaken ausgestatte Zunge hilft ihm, Insekten tief aus Ritzen und Gängen zu holen. Die Spechte kommunizieren miteinander, indem sie auf hohle Baumteile trommeln.

Aussehen

Der Buntspecht hat einen schwarzen Kopf mit weißer Stirn und weißen Wangen. Die weißen Kopfseiten werden von einem schwarzen Band durchzogen. Der schwarze Scheitel trägt beim Männchen einen roten Fleck im Nacken, das unterscheidet es vom Weibchen. Der Buntspecht ist etwa so groß wie eine Amsel.

Lebensweise

Der Buntspecht ist ein echter Zimmermann des Waldes und lebt am liebsten in Wäldern mit viel altem Baumbestand. Je mehr Totholz es dort gibt, desto wohler fühlt er sich. Er klettert fast ausschließlich spiralförmig und ruckartig an Baumstämmen und Ästen nach oben.

Mit seinem keilförmigen Schnabel, dem sogenannten Meißelschnabel, hämmert er kräftig ins Holz. Damit er dabei keinen Brummschädel bekommt, ist sein Kopf wie mit einem natürlichen Schalldämpfer ausgestattet.

Die Nahrung des Buntspechts ist sehr vielseitig. Als „Baumdoktor“ frisst er vor allem Forstschädlinge, wie Käferlarven, die im Holz leben, und Insekten, die sich unter der Rinde verstecken. Der Buntspecht ist außerdem ein gefürchteter Nesträuber und frisst auch Eier und Jungvögel von anderen Höhlenbrütern. Als Allesfresser ernährt er sich im Winter auch von pflanzlicher Kost, wie Nüssen und fetthaltigen Samen. Im Frühjahr, wenn der Saft der Bäume besonders stark fließt, trinkt der Buntspecht auch den Baumsaft.

Die Spechte bauen ihre Nisthöhlen 20 bis 50 cm tief und polstern sie mit feinen Holzspänen aus. Ab Mitte April beginnt die Brutzeit. Das Weibchen legt 5 bis 7 weiße Eier, die von beiden Elternteilen abwechselnd bebrütet werden. Nach dem Schlüpfen kümmern sich beide Eltern liebevoll um die Jungvögel und wärmen sie. Dabei nehmen sie beim Verlassen des Nestes auch den Kot der Jungen mit, um die Höhle sauber zu halten.

Der Buntspecht hat nur eine Brut pro Jahr. Die Eltern führen eine Saisonehe.

Buntspechte sind Standvögel und daher das ganze Jahr über bei uns zu entdecken.

Der Gartenbaumläufer

Wie sein Name schon verrät, verbringt der kleine Gartenbaumläufer die meiste Zeit an Baumstämmen. In kleinen Sprüngen klettert er spiralförmig aufwärts, stützt sich mit seinem langen Schwanz ab und nutzt seine spitzen Krallen, um sich sicher festzuhalten.

Er ist perfekt an das Leben am Stamm angepasst: Sein langer, leicht gebogener Schnabel hilft ihm, Insekten und Spinnen aus der Rinde zu picken, und seine kurzen Beine sind ideal für das senkrechte Klettern.

Im Gegensatz zum Kleiber kann der Gartenbaumläufer jedoch nur aufwärts klettern, nie kopfüber den Stamm hinab.

Aussehen

Der kleine, kompakte Gartenbaumläufer hat eine dunkelbraune rindenfarbene Oberseite mit feinen weißen Flecken, die ihn perfekt auf Baumstämmen tarnen. Die Unterseite ist weiß, zum Schwanz hin wird der Bauch schmutzig graubraun. Männchen und Weibchen haben die gleiche Farbe. Der relativ lange Schwanz dient ihm sowohl als Stütze beim Klettern als auch zur Steuerung beim Flug.

Lebensweise

Der Gartenbaumläufer bewohnt Laub- und Mischwälder, Parks, Gärten und Streuobstwiesen. Er bevorzugt die Bäume deren Rinde tief zerfurcht sind und viele Verstecke für Insekten bieten.

Beide Elternvögel beteiligen sich am Bau des schmalen Napfnestes, das aus Moos, Gräsern, kleinen Wurzeln und Zweigen besteht. Die Nestmulde wird mit Federn und etwas Wolle weich ausgekleidet. Das Weibchen legt fünf bis sieben spindelförmige Eier mit glatter, glanzlos weißer Schale, fein rostrot oder braun gesprenkelt. Es übernimmt allein das Brüten, das 13 bis 15 Tage dauert. Nach weiteren 14 bis 15 Tagen verlassen die Jungen das Nest. An ihrer Fütterung und Betreuung sind dann beide Eltern beteiligt.

Im Winter lebt der Gartenbaumläufer meist einzelgängerisch. Bei starker Kälte sucht er jedoch die Nähe von Artgenossen und kuschelt sich mit ihnen zusammen. Im Sommer schließen sich mehrere Vögel zu kleinen Gruppen zusammen.

Gartenbaumläufer sind bei uns das ganze Jahr über heimisch.

Der Kleiber

Der Kleiber ist der einzige Vogel, der kopfüber die Baumstämme herunterlaufen kann. Ein „Kleiber“ ist im alten Deutsch ein Handwerker, der Lehmwände baut, so wie der Vogel: er verkleinert die Eingänge von Baumhöhlen mit Lehm und zieht darin seine Kinder groß. Genauer gesagt, brütet das Weibchen die Kinder aus und das Männchen bringt Futter herbei, damit alle satt werden.

Aussehen

Der Kleiber hat eine grau-blaue Oberseite, die Unterseite ist ockergelb. Seine Kehle ist weiß und er hat einen langen Schnabel, von dem ein schwarzer Streif durch das Auge bis zu den Halsseiten geht. Die Männchen kannst du daran erkennen, dass sie auf der Unterseite der Flügel einige kastanienbraune Federn haben, das ist aber schwierig zu sehen.

Lebensweise

Der Kleiber hat beim Klettern, anders als Spechte, nie beide Füße auf derselben Höhe, sondern immer einen Fuß oben und einen Fuß unten. Der kurze Schwanz stützt beim Klettern nicht. Er kleibert nicht nur die Höhle für seinen Nachwuchs, auch die erwachsenen Kleiber schlafen in Höhlen oder hinter losen Rindenstücken. Am günstigsten sind Gebiete, in denen es viele Eichen gibt. Die haben eine raue Borke, hinter der sich Insekten verstecken, die der Kleiber frisst. Hier gibt es auch viele Klettermöglichkeiten. Zusätzlich kann er die Früchte, die Eicheln, im Herbst und Winter fressen.

Kleiber leben als Paar und verteidigen ihr Revier stetig gegen andere Kleiber.

Die Kohlmeise

Die Kohlmeise ist einer der häufigsten und bekanntesten Gäste in unseren Gärten. Als größte Meisenart Europas wirkt sie neben der zierlichen Blaumeise fast schon ein wenig gedrungen. Ihr Erscheinungsbild ist markant: ein schwarz-weißer Kopf, eine leuchtend gelbe Brust und ein auffälliger schwarzer Längsstreifen auf dem Bauch.

Kohlmeisen, ebenso wie ihre Verwandten, die Blaumeisen, zeigen in vielen Situationen erstaunlich lernfähiges Verhalten.

Aussehen

Der Kopf der Kohlmeise ist glänzend schwarz und hebt sich durch ein auffälliges weißes Wangenfeld kontrastreich ab. Ihre Unterseite strahlt in leuchtendem Gelb, das von einem markanten schwarzen Längsstreifen durchzogen wird. Der Mantel zeigt ein sanftes Moosgrün, während über den blaugrauen Flügeln eine weiße Binde verläuft. Die Weibchen sind etwas weniger kontrastreich gefärbt als die Männchen: Ihr schwarzes Brustband ist schmaler und häufig durchbrochen.

Lebensweise

Kohlmeisen sind weit verbreitet und leben bevorzugt an baum- und strauchreichen Orten wie Laub- und Mischwäldern, Parks und Gärten. Als Höhlenbrüter bauen sie ihre Nester meist in Baumhöhlen oder Felsspalten, nehmen aber auch gerne Nistkästen an.

Kohlmeisen bauen ihr Nest mit weichen Materialien wie Moos und Tierhaaren. Sie führen eine Saisonehe und ziehen meist zwei Bruten im Jahr groß. Das Weibchen brütet sechs bis zwölf Eier aus, während das Männchen sie versorgt. Nach dem Schlüpfen kümmern sich beide Eltern um die Jungen. Nach 17 bis 20 Tagen fliegen die Kleinen aus, werden aber noch bis zu zehn Tage weiter gefüttert.

Die Jungen sind jedoch vielen Gefahren ausgesetzt, etwa durch Katzen, Greifvögel, Pestizide, Parasiten und Krankheiten. Deshalb überleben die meisten Kohlmeisen das erste Lebensjahr nicht.

Die Nahrung ist sehr vielfältig, jedoch werden hauptsächlich Insekten und deren Larven sowie pflanzliche Nahrung wie beispielsweise Samen oder Nüsse gefressen.

Die meisten Kohlmeisen bleiben im Winter in ihren Brutgebieten.

Das Rotkehlchen

Das Rotkehlchen erkennt man leicht an seiner leuchtend roten Kehle, ein unverwechselbares Merkmal. Es zeigt wenig Scheu und nähert sich oft den Menschen, besonders wenn es dort etwas Fressbares entdeckt.

Anders als viele andere Vogelarten baut das Rotkehlchen sein Nest manchmal direkt am Boden. Dabei wird jedoch auf einen geschützten Ort geachtet: gut verborgen zwischen Wurzeln, im dichten Gestrüpp oder unter einem schützenden Busch.

Aussehen

Das Rotkehlchen ist kaum zu verwechseln. Der orange-rote Fleck, dem es seinen Namen verdankt, zieht sich über die Brust und das Gesicht. Die Oberseite des Rotkehlchens ist oliv-braun gefärbt. Die Unterseite ist heller. Männchen und Weibchen sehen gleich aus. Es hat eine rundliche Form, sodass sein Hals kaum zu erkennen ist.  Der Schnabel ist dünn und spitz, was auf einen Insektenfresser hinweist.

Lebensweise

Und so ist es auch: Das Rotkehlchen frisst größtenteils Bodeninsekten. Manchmal folgt es größeren Tieren, etwa Wildschweinen, in der Hoffnung, dass diese beim Wühlen im Boden oder beim Laufen Blätter aufwirbeln. Dann ist das Rotkehlchen blitzschnell zur Stelle und pickt nach freigelegten Insekten. Im Winter frisst das Rotkehlchen auch Beeren. Studien haben gezeigt, dass Beeren alleine als Nahrung dem Rotkehlchen allerdings nicht reichen.

Das Rotkehlchen badet gerne. Bis zu drei Mal am Tag kann man es beim Baden in Pfützen, an Teichen oder sogar in Tautropfen beobachten.

Die Männchen haben ein Revier, dass sie stark gegen andere Rotkehlchen verteidigen. Im Frühjahr verpaaren sie sich mit einem Weibchen, woraufhin das Revier gemeinsam verteidigt wird. Das Rotkehlchen benötigt in seinem Revier Bodenbewuchs, also dichte Büsche und Sträucher. Hier brütet es und sucht nach Nahrung.

Der Schwarzspecht

Der Schwarzspecht ist die größte heimische Spechtart. Laut schallt ein Klopfen durch den Wald, wie ein Trommelwirbel auf Holz. Wer das wohl war? Ein Schwarzspecht ist‘s, der seinen Schnabel mit rasender Geschwindigkeit auf den Stamm einer Eiche schlagen lässt.

Aussehen

Der Schwarzspecht hat, wie sein Name es sagt, ein schwarzes Gefieder. Die Männchen (mit dem Symbol ♂ ) haben zudem eine rote Kappe vom Schnabelansatz bis zum Hinterkopf. Die Weibchen (mit dem Symbol ♀ ) haben nur am Hinterkopf rote Federn. Erwachsene Schwarzspechte haben helle Augen und einen langen, teils hellen Schnabel. Mit den kräftigen Krallen halten die Vögel sich an Bäumen fest und stützen sich mit dem kräftigen Schwanz ab.

Lebensweise

Der Schwarzspecht ist vor allem in alten Buchen- oder Mischwäldern anzutreffen, fühlt sich aber auch in Nadelwäldern mit älteren Bäumen wohl. Weniger entscheidend ist die Baumart, wichtiger sind die Größe des Waldgebiets und das Vorkommen alter Bäume ab etwa 80 Jahren.

Schwarzspechtpaare haben in Mitteleuropa große Reviere: die Reviere sind 400-800 Hektar (ha) groß. Zum Vergleich: Der Tiergarten in Siegen hat eine Fläche von ca. 100 ha, hier lebende Spechte haben also auch um den Tiergarten herum noch ihr Revier.

Das Trommeln des Schwarzspechtes findet hauptsächlich im März und April statt. Die ♀ hören den ♂ dabei zu. Wenn der weibliche Specht Eier gelegt hat, werden sie im Anschluss von beiden Eltern abwechselnd bebrütet.

Ein Großteil des Tages halten Schwarzspechte sich in der Nähe des Bodens auf. Hier hacken sie Baumstämme auf oder suchen nach Ameisenhaufen, von denen sie sich ernähren.

Der Waldkauz

Der Waldkauz ist unsere häufigste Eulenart. Wie die meisten Eulen ist er nachtaktiv und kann nahezu geräuschlos fliegen.

Sein bekannter Ruf, das lang gezogene „Huu-hu-huhuhuhuu“, ertönt vor allem im Herbst und Spätwinter, wenn Waldkäuze balzen oder ihre Reviere markieren. Die Augen des Waldkauzes sind, wie bei allen Eulen, unbeweglich. Um dennoch ein großes Sichtfeld zu haben, kann er seinen Kopf um beeindruckende 270° drehen.

Aussehen

Der Waldkauz ist eine mittelgroße Eule. Mit 40 bis 42 Zentimetern ist der Waldkauz etwa so groß wie eine Krähe. Weibchen sind meist etwas größer und schwerer als Männchen und wiegen zwischen 400 und 600 Gramm.

Charakteristisch ist sein großer, runder Kopf mit tiefschwarzen Augen, jedoch ohne Federohren. Zwei weißliche Stirnbrauen und der große Kopf verleihen dem Waldkauz einen fast freundlichen Gesichtsausdruck. Sein kräftig gekrümmter Schnabel ist schwefelgelb.

Die Gefiederfärbung variiert zwischen rostbraun und graubraun, durchzogen von dunklen Flecken und einer feinen Längsstrichelung.

Lebensweise

Als ursprünglicher Bewohner höhlenreicher lichter Altwälder brütet er auch oft in Gebäuden aller Art, sofern sie ansprechende Nistmöglichkeiten bieten. Als Tages-Ruheplatz werden gern dicke Äste oder große Höhleneingänge auf Bäumen, an Straßen oder in Parkanlagen genutzt. Hier hockt der Waldkauz tagsüber in völliger Ruhe, die Augen nur zu einem schmalen Spalt, häufig aber auch weit geöffnet.

Waldkäuze sehen hervorragend im Dunkeln, solange noch etwas Restlicht vorhanden ist. Bei völliger Dunkelheit verlassen sie sich beim Jagen ausschließlich auf ihr feines Gehör.

Hauptsächlich ernähren sie sich von Mäusen, Wühlmäusen und anderen Kleinsäugern. Gelegentlich stehen auch kleinere Vögel, Regenwürmer, Insekten oder Amphibien auf dem Speiseplan.

Die Balz beginnt im Herbst und Spätwinter, gebrütet wird von April bis Juni. Das Weibchen legt 2 bis 6 Eier und versorgt die Jungen, während das Männchen die Nahrung bringt. Nach etwa einem Monat verlassen die Jungvögel als sogenannte „Ästlinge“ die Nisthöhle, bleiben aber zunächst in der Nähe. Nach rund drei Monaten sind sie selbstständig und suchen ein eigenes Revier.

Der Waldkauz ist ein Standvogel und bleibt das ganze Jahr über in seinem Revier, auch in Deutschland.

Der Zaunkönig

Ein kleiner König mit großer Stimme: Der Zaunkönig zählt zu den Zwergen unter unseren heimischen Singvögeln, nur die winzigen Goldhähnchen sind noch kleiner. Sein wissenschaftlicher Name bedeutet „Höhlenbewohner“ und verweist auf sein kunstvoll gebautes Nest: eine kugelige, geschlossene Höhle aus Pflanzenmaterial.

Ein kleiner König mit großer Stimme: Der Zaunkönig zählt zu den Zwergen unter unseren heimischen Singvögeln, nur die winzigen Goldhähnchen sind noch kleiner. Sein wissenschaftlicher Name bedeutet „Höhlenbewohner“ und verweist auf sein kunstvoll gebautes Nest: eine kugelige, geschlossene Höhle aus Pflanzenmaterial.

Trotz seiner weiten Verbreitung bleibt der unscheinbar braun gefiederte Vogel meist unbemerkt. Auffällig wird er vor allem durch seinen erstaunlich lauten Gesang.

Aussehen

Sein Gefieder ist überwiegend braun, wobei die Oberseite dunkler und die Unterseite heller gefärbt ist. Auf Bauch, Flügeln und Schwanz zeigt sich eine feine schwarze Bänderung. Besonders auffällig ist der kurze, stets aufgerichtete Stummelschwanz. Mit seiner kompakten Gestalt und den runden, kurzen Flügeln ist der Zaunkönig hervorragend an das Leben im dichten Gestrüpp angepasst. Ein geübter Flieger ist er nicht, stattdessen bewegt er sich meist hüpfend und flink durch das Unterholz. Männchen und Weibchen sind äußerlich kaum zu unterscheiden.

Lebensweise

Zaunkönige bewohnen Wälder, Gärten, Parks und Feldränder mit dichtem Strauchwerk und hohen Stauden.

Das Männchen baut mehrere kugelige Nester aus Moos und Halmen. Die sogenannten „Backofennester“ mit seitlichem Eingang sind meist gut verborgen im Unterholz, nahe am Boden. Entscheidet sich ein Weibchen für eines der Nester, übernimmt es die Auspolsterung mit feinen Materialien und beginnt ab Ende März mit der Brut. Es legt fünf bis acht weißliche, rostbraun gefleckte Eier. Nach dem Schlüpfen werden die Jungen – sogenannte „Ästlinge“ – von beiden Eltern versorgt. Das Weibchen füttert sie hauptsächlich mit Spinnen und Insektenlarven, während das Männchen das Revier verteidigt, weitere Nester baut und versucht, zusätzliche Weibchen für eine zweite Brut zu gewinnen.

Zaunkönige ernähren sich fast ausschließlich von tierischer Kost, vor allem Insekten und Spinnen. In der kalten Jahreszeit, wenn die Beute knapper wird, nehmen sie gelegentlich auch Sämereien zu sich.

Unsere Zaunkönige sind weitestgehend Standvögel.

Memory

Hier kannst du ein Memory zu den Vögeln spielen, die du in den Steckbriefen kennenlernen konntest. Klicke nacheinander auf zwei verschiedene Karten. Wenn es zweimal der gleiche Vogel ist, wird sein Name vorgelesen und du hast dir die Karten richtig gemerkt. Dann verschwinden sie. Ist es nicht zweimal der gleiche Vogel, solltest du dir merken, welcher Vogel sich hinter der Karte verbirgt und versuchen beim nächsten Mal zwei gleiche zu finden. Am Anfang musst du natürlich raten. Unten auf dem Knopf steht „mischen“. Damit startest du das Spiel von vorne.

BUNTSPECHT

GARTEN­BAUMLÄUFER

BLAUMEISE

ZAUNKÖNIG

KLEIBER

AMSEL

NAME

TON

Quellen:

Kleiber

NABU (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/kleiber/)

Foto: Pixabay-995645.

 

Waldkauz:

Melde (2004). Der Waldkauz. Die neue Brehm-Bücherei.

NABU (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/waldkauz/)

Deutsche Wildtier Stiftung (https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/waldkauz)

LBV (https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/artenportraits/detail/waldkauz/)

Foto: Igreen-Jonathan Fieber.

 

Zaunkönig:

Dallmann (2003) Der Zaunkönig. Die neue Brehm-Bücherei.

LBV (https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/artenportraits/detail/zaunkoenig/)

NABU (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/zaunkoenig/)

VIVARA (https://www.vivara.de/tierarten/voegel/zaunkoenig)

Foto: Pixabay-Siegfried Poepperl

 

Kohlmeise:

Westphal (2018). Das große Buch der Gartenvögel. Pala Verlag.

LBV (https://www.lbv.de/suche/?google-search=kohlmeise)
NABU (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/kohlmeise/)
Bund Naturschutz (https://altoetting.bund-naturschutz.de/natur-und-umweltthemen/biotop-und-artenschutz/artensteckbriefe/voegel/kohlmeise)
Foto: Pixabay-11066063

 

Gartenbaumläufer:

LBV (https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/artenportraits/detail/gartenbaumlaeufer/)
Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Gartenbauml%C3%A4ufer)
NABU (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/gartenbaumlaeufer/)

Foto: Pixabay Kathy Büscher

 

Blaumeise:

Pegoraro (2004) Die Blaumeise. Die neue Brehm-Bücherei.

NABU (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/blaumeise/)

Hunt et al. 1998. Blue tits are ultraviolet tits. Proc. R. Soc. Lond. B (1998) 265, 451-455

LBV (https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/artenportraits/detail/blaumeise/)

Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Blaumeise)

Foto: Pixabay Jürgen

 

Buntspecht:

Blume, Tiefenbach (1997): Die Buntspechte. Die neue Brehm-Bücherei.

Bund Naturschutz (https://altoetting.bund-naturschutz.de/natur-und-umweltthemen/biotop-und-artenschutz/artensteckbriefe/voegel/buntspecht)

NABU (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/buntspecht/)

Foto: pixabay: Erik Karits

 

Rotkehlchen:

Niethammer (1937). Handbuch der deutschen Vogelkunde. Band 1. Akademische Verlagsgesellschaft.

Pätzold (1995). Das Rotkehlchen. Die neue Brehm-Bücherei.

Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Rotkehlchen)

NABU (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/rotkehlchen/)

Foto: Pixabay: Susann Mielke

 

Schwarzspecht:

Blume (1984) Schwarzspecht - Grünspecht - Grauspecht. Die neue Brehm Bücherei

Zahner, Sikora (2012) Ist der Schwarzspecht Zeiger oder Produzent von Stammfäulen? AFZ-DerWald.

Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzspecht)

NABU (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/schwarzspecht/)

Foto: pixabay-12138562

 

Amsel:

Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Amsel)

NABU (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/amsel/)

Foto: Pixabay: Uschi Dugulin

 

Texte und Vorlesen der Texte: Cynthia Harnischmacher